Stellt man sich die Frage, wie viele Leute eigentlich dem größten sozialen Netzwerk Facebook beiwohnen, merkt man schnell, dass aus der einstigen Jugendspielerei ein Mehr-Generationen-Haus entstanden ist. Mittlerweile findet sich nicht nur die 17-jährige Tochter vor dem weißen Logo auf blauem Grund wieder, sondern auch deren Eltern, Großeltern, manchmal sogar Ur-Großeltern. Umgerechnet hat Facebook ungefähr 700 Millionen Mitglieder und Nutzer. Das macht fast ein Siebtel der Weltbevölkerung, wenn man davon ausgeht, dass jeder der angemeldet ist nur ein Profil hat.

Ffacebook, Foto: pshab_flickr

Diese Daten müssen natürlich grundlegend auch gesichert werden. In der Vergangenheit konnte man immer wieder beobachten, dass Datenschützer Facebook hinsichtlich seines Datenschutzes kritisierte. Das Problem war allerdings nicht, dass man seine Daten jedem freigeben muss, sondern dass man nicht wusste wo man die Sicherheitseinstellungen ändern kann, damit nicht ein jeder auf das Profil zugreifen konnte. Wer seine Sicherheit ändern wollte, merkte an den Einstellungen schnell, dass er es hier mit einer Aufgabe der größeren Dimension zu tun hatte. Geklickt auf Sicherheitseinstellungen, landete man auf einer ellenlangen Liste mit unzähligen Fachbegriffen, wo keiner wusste, was, geschweige denn wohin, er klicken soll.

Mit der Veröffentlichung eines neuen Konkurrenten, Google+, war Facebook praktisch gezwungen die Sicherheitseinstellungen für seine Nutzer transparenter zu machen, schließlich war die Monopolstellung in Gefahr. So kann man bald direkt im Profil zugreifen, welche Fakten und Daten man anzeigen lassen will und welche nicht. Ein großer Fortschritt für Facebook. Orientiert und inspiriert hat sich Facebook von Konkurrenten Google+. Dieser biete nämlich seit längerem eine solche Funktion an. Dennoch hält Facebook an der sehr umstrittenen Gesichtserkennung anhand biometrischer Gesichtsmerkmale. Auch dies ruft Datenschützer wieder auf den Plan, wenngleich man dies durch ein einfaches Häkchen verhindern kann.