
Quelle: Flickr/Stephen Downes
Alles begann in New York, wo sich zum ersten Mal wütende Bürger dazu anschickten gegen das Treiben der Finanzmärkte zu protestieren und vor der Wall Street ihre Zelte aufschlugen. Geeint wurden sie unter dem Banner der Social-Media. Kommunziert wird bei “Occupy” , über Twitter, oder Facebook. Protestler werden zu “Followern” , die Abläufe und Planung neuer Aktionen direkt über das Internet planen. Als “Follower” werden Ahänger von Twitter-Beiträgen, sogenannten “Tweets” bezeichnet.
Auch vor der europäischen Zentralkbank in Frankfurt haben sich seit einer Woche “Follower” versammelt und fordern einen neuen Dialog über verfehlte Finanzpolitik. Getwittert wird mit dem Schlagwort (“Hashtag”) “Occupy Frankfurt”. So kann virtuell oder auch ganz real Solidarität ausgedrückt werden.
Die Bewegung fordert darüber hinaus eine neue Form der Kommunikation, die Brücken vom virtuellen in den realen Raum schlagen soll. Vor dem Bundestag wird die sogenannte “Asamblea” (Versammlung) abgehalten. Die Versammlung verspricht sich von dieser Art des Zusammenkommens eine Diskussionskultur ohne Hierarchien.
Kommunikative Innovationen sind dabei nicht nur im virtuellen Bereich, sondern auch ganz real in Form von Sprechgruppen zu beobachten. Das sogennante “Human Microphone” , trägt in sich wiederholenden Wortgruppen das Diskutierte bis an äußersten Rand der Versammlung.
Den Versammelten ist diese Form von Gleichgestelltheit sehr wichtig, eine ganz neue Gesprächskultur des gegenseitigen Respekts soll laut den Teilnehmern dadurch entstehen.
Der Austausch mit der virtuellen Gemeinde ist jederzeit gegeben, denn die Asamblea wird per Lifestream ins Internet übertragen. Berlin und Frankfurt, New York , die ganze Welt der Followers steht somit im ständigen Austausch.
